Perutaube

Perutaube (Zenaida graysoni) im Papiliorama Kerzers
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Taubenvögel (COLUMBIFORMES)
Familie: Tauben (Columbidae)
Unterfamilie: Eigentliche Tauben (Columbinae)
Tribus: Neuwelt- und Wachteltauben (Zenaidini)

D LC 650

Perutaube

Zenaida meloda • The West Peruvian Dove • La tourterelle côtière

 217 003 041 007 zenaida meloda kerzers PD1Perutaube (Zenaida meloda) im Papiliorama Kerzers © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

217 003 041 007 zenaida meloda mapApproximative Verbreitung der Perutaube (Zenaida meloda)

 

217 003 041 007 zenaida meloda walsr KR1Perutaube (Zenaida meloda) im Weltvogelpark Walsrode © Klaus Rudloff, Berlin

 

217 003 041 007 zenaida meloda walsr KR2Perutaube (Zenaida meloda) im Weltvogelpark Walsrode © Klaus Rudloff, Berlin

 

217 003 041 007 zenaida meloda walsr jSchmidt1Perutaube (Zenaida meloda) im Weltvogelpark Walsrode © Jirka Schmidt, Riesa

 

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Die Perutaube ist eine mittelgroße Taube, die entlang eines großen Teils der Pazifikküste Südamerikas vorkommt. Sie ist ein nicht gefährdeter Kulturfolger, der in europäischen Zoos nur selten gezeigt wird.

Körperbau und Körperfunktionen

Die Arten der Gattung Zenaida ähneln den altweltlichen Turteltauben, sind jedoch nicht näher mit jenen verwandt. Die Perutaube erreicht eine Körperlänge von 30-33 cm und ein Gewicht von etwa 180-216 g.Ihr Gefieder ist hellgrau bis blassbraun, am Bauch und Bürzel heller. Sie hat einen schmalen schwarzen Wangenstreif. Die Handschwingen sind dunkel schwarzbraun. Am Flügelrand befindet sich ein breiter weißer Streifen, der sowohl im Flug als auch in der Ruhephase sichtbar ist. Auch die äußeren Schwanzfedern enden mit einem breiten, weißen Band. Der Schnabel ist dunkelgrau, die Iris ist orangerot. Die unbefiederten Augenringe sind blau, die Füße rötlich [2; 4; 5].

Verbreitung

Südamerika: entlang der Küste von Chile, Ekuador und Peru bis auf eine Höhe von ca. 4'700 m [1].

Lebensraum und Lebensweise

Die Perutaube besiedelt tropische und subtropische Trocken- und Feuchtwälder, Buschland, Savannen und Stadtparks. Sie ist ein Standvogel. Sie wird bei den Nahrungssuche oft in Gruppen angetroffern, brütet aber einzelpaarweise.  Die Paare bauen in einem Strauch oder Busch gemeinsam ein Nest aus Zweigen und Gräsern. Die Weibchen legen in der Regel zwei Eier. Die Eltern brüten abwechselnd 14 Tage lang und beide kümmern sich nach dem Ausschlüpfen noch zwei Wochen lang um die Jungvögel [1; 2; 4].

Gefährdung und Schutz

Die Perutaube hat eine weite Verbreitung und ihre Bestände scheinen zuzunehmen. Seit 2006, letztmals überprüft 2024, gilt sie deshalb als nicht-gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN) [1].

Der internationale Handel ist nicht durch CITES geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Die Perutaube hat eine geringe Handelsrelevanz [1].

Haltung

Haltung in europäischen Zoos: Im alten Hamburger Zoo war die Art bereits 1882 zu sehen. Heute (2025) wird sie in Europa  nur in vier Zoos gezeigt, im deutschsprachigen Raum in Walsrode und Kerzers. Für Details siehe Zootierliste.

Mindestanforderungen an Gehege: In Deutschland und der Schweiz gibt es keine konkreten Mindestanforderungen an Gehege für Wildtauben. Die 2. Tierhaltungsverordnung Österreichs (Stand 2024) schreibt für die Haltung mittelgroßer Tauben eine Voliere mit einer Grundfläche von 3 m² und einer Höhe von 2 m vor.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Perutaube wurde 1843 von dem Schweizer Naturforscher, Arzt und Diplomaten Johann Jakob von TSCHUDI als "Columba meloda" erstmals wissenschaftlich beschrieben. Der heute gültige Gattungsname Zenaida war bereits 1838 von Prinz Charles Lucien BONAPARTE eingeführt worden. Lange Zeit galt sie als Unterart von Zenaida asiatica, die nicht etwa in Asien, sondern in Nord- und Mittelamerika zuhause ist. Im Jahr 2000 publizierte molekulargenetische Untersuchungen erbrachten jedoch genügend Unterschiede, um sie als eigene Art einzustufen [2; 3].

Literatur und Internetquellen

  1. BIRDLIFE INTERNATIONAL (2024). Zenaida meloda. The IUCN Red List of Threatened Species 2024: e.T22733372A264112452. https://dx.doi.org/10.2305/IUCN.UK.2024-2.RLTS.T22733372A264112452.en. Accessed on 09 March 2025.
  2. DEL HOYO, J., ELLIOTT, A. et al. (eds., 1992-2013)
  3. JOHNSON, K.P. & CLAYTON, D. H. (2000)
  4. PAPILIORAMA - ENZYKLOPÄDIE
  5. RAETHEL, H.-S. (1980)