Paletten-Doktorfisch (Paracanthurus hepatus) im Tierpark Mundehof, Freiburg i.Br.
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Überklasse: Knochenfische (Osteichthyes)
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Unterordnung: Doktorfischartige (Acanthuroidei)
Familie: Doktorfische (Acanthuridae)
Paletten-Doktorfisch
Paracanthurus hepatus • The Blue Tang • Le chirurgien bleu
- Körperbau und Körperfunktionen
- Verbreitung
- Lebensraum und Lebensweise
- Gefährdung und Schutz
- Bedeutung für den Menschen
- Haltung
- Taxonomie und Nomenklatur
- Literatur und Internetquellen
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Der Paletten-Doktorfisch ist eine äußerst attraktiv gezeichnete Art, die durch den Animationsfilm "Finding Dory" weiter an Popularität gewonnen hat und sich daher bestens als Botschafter für den Schutz der Korallenriffe und der Meeresumwelt eignet. Er wird deshalb in zahlreichen europäischen Zoos und Schauaquariuen gezeigt. Körperbau und KörperfunktionenDer Paletten-Doktorfisch erreicht eine Länge bis zu 31 cm. Seine Körperfarbe ist blau mit einer schwarzblauen Palettenzeichnung in der oberen Körperhälfte und einer gelben Schwanzflosse, die oben und unten von einem schwarzen Band gegrenzt ist. Die Rückenflosse hat 9 Stachel- und 19-20 Weichstrahlen, die Analflosse 3 Stachel- und 18-19 Weichstrahlen. Typisch für alle Doktorfische sind die "Skalpelle", auf jeder Seite der Schwanzwurzel befindliche scharfe Knochenfortsätze. Diese Skalpelle liegen in Gruben versenkt und werden nur bei Angriff bzw. Verteidigung ausgestellt. Sie können tiefe, schmerzhafte Wunden verursachen [1; 2; 3]. VerbreitungIndo-Pazifik: Von der Küste Ostafrikas und den Maskarenen bis Kiribati und Samoa. Die Art kommt in den Territorialgewässern von über 50 Ländern oder abhängigen Gebieten vor [4]. Lebensraum und LebensweiseTypischerweise lebt der Paletten-Doktorfisch an Außenriffen oder Riffdurchbrüchen mit starker Strömung. Er schwimmt meist in losen Verbänden 1-2 m über Grund, Jungfische in der Nähe von Korallenstöcken von Pocillopora eydouxi, in denen sie sich bei Gefahr verstecken. Die Nahrung besthet hauptsächlich aus Zooplanton, gelegentlich auch Algen [2; 4]. Gefährdung und SchutzDer Paletten-Doktorfisch ist weit verbreitet, aber eher selten Er wird für den Aquarienhandel genutzt, es bestehen aber keine Anhaltspunkte für eine Bestandsabnahme. Er kommt auch in zahlreichen Meeresschutzgebieten vor und gilt daher aufgrund einer Beurteilung aus dem Jahr 2010 als weltweit nicht gefährdet [4]. Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt. Bedeutung für den MenschenIn dem 2003 erschienen Animationstrickfilm "Finding Nemo" der Pixar Animation Studios, in welchem Korallenfische in biologisch völlig unzutreffender, vermenschlichenden Weise dargestellt wurden, spielte der Palettendoktorfisch "Dory" (auf Deutsch "Dorie" mit der Stimme von Anke Engelke) eine wichtige Rolle und wurde im "Finding Dory" betitelten, 2016 erschienen Nachfolgefilm zur Hauptfigur. Die Art ist im internationalen Aquarienfischhandel sehr gesucht [1; 2]. Angebote liegen in Deutschland in der Größenordnung von 40-75 € [Online-Inserate 2018]. HaltungDer Paletten-Doktorfisch ist eine von über 470 riffbewohnenden Fischarten, die im Aquarium gezüchtet werden [5]. Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in über 200 europäischen Einrichtungen gezeigt, von denen sich etwa ein Viertel im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste. Mindestanforderungen: In Deutschland gibt es keine konkreten Mindestnormen. Die 2. Tierhaltungsverordnung Österreichs fordert für bis zu drei Tieren ein Becken von mindestens 5'000 l Inhalt, für jedes weitere Tier 1'000 l mehr. In der Schweiz gibt Anhang 2, Tabelle 8 der Tierschutzverordnung an, wie viele Liter Wasser pro cm Gesamtkörperlänge (ohne Schwanzflosse) der gehaltenen Fische angeboten werden müssen. Taxonomie und NomenklaturDie Art wurde 1758 von Carl von LINNÉ als "Teuthis hepatus" beschrieben. Der französische Naturforscher Graf Bernard-Germain-Étienne de LACÉPÈDE stellte sie 1802 in die Gattung Acanthurus und der niederländische Ichthyologe Pieter BLEEKER trennte sie 1863 als monotypische Gattung Paracanthurus wieder davon ab [2]. |
Literatur und Internetquellen
- EICHLER, D. (1997)
- FISH BASE
- GRZIMEK, B. (Hrsg. 1970)
- McILWAIN, J. et al. (2012). Paracanthurus hepatus. The IUCN Red List of Threatened Species 2012: e.T177972A1507676. http://www.iucnredlist.org/details/177972/0. Downloaded on 01 April 2018.
- CORAL MAGAZINE'S CAPTIVE-BRED MARINE FISH SPECIES LIST (2023)