Riesenqualle (Rhizostoma luteum) im Tiergarten Schönbrunn
© Daniel Zupanc / TG Schönbrunn
Klasse: Schirmquallen (Scyphozoa)
Ordnung: Wurzelmundquallen (Rhizostomeae)
Unterordnung: Dactyliophoridae
Familie: Rhizostomatidae
Rhizostoma luteum • The Large Jellyfish • La méduse géante
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VerbreitungOst-Atlantik, Mittelmeer: Nachweise von Portugal bis Angola, im Mittelmeer aus der Straße von Gibraltar und den Balearen [1; 2]. BiologieRiesenquallen können einen Schirmdurchmesser von 60-90 cm und ein Gewicht von 40 kg erreichen. Ihre schwarzen Mundarme werden über zwei Meter lang. Die Art galt lange als extrem selten, in jüngerer Zeit wurde aber festgestellt, dass sie häufiger ist als gedacht [1; 2]. Dem Tiergarten Schönbrunn glückte die Welterstzucht dieser Art: Die Meeresforscherin Karen KIENBERGER von Jellyfish Research South Spain hatte für ihre Forschungstätigkeit ein Tier vor der Küste Südspaniens gefangen. Im Labor entdeckte sie, dass die Qualle geschlechtsreif war und übergab dem Tiergarten Schönbrunn Planula-Larven. Dem Tiergarten gelang es 30 Quallen aufzuziehen, die sich dann 2015 erstmals vermehrten [3]. Taxonomie und NomenklaturDie Gattung Rhizostoma wurde 1800 von dem französischen Naturforscher und Direktor der Ménagerie von Paris, Georges-Frédéric CUVIER, aufgestellt. Die Riesenqualle wurde 1827 von den beiden französischen Schiffsärzten und Zoologen Jean René Constant QUOY und Joseph Paul GAIMARD anhand einiger Exemplare aus der Meerenge von Gibraltar unter dem Namen Orythia lutea erstmals wissenschaftlich beschrieben [4]. Literatur und Internetquellen |